Der Tarifverbund Passepartout passt die Preise per 13. Dezember 2026 durchschnittlich um 3.7 Prozent an. Der Entscheid erfolgte nach eingehender Prüfung. Fahrgäste im Passepartout-Gebiet profitieren weiterhin von Sparbilletten und dem FlexiAbo.
Nachdem die Preise im öffentlichen Verkehr während der vergangenen drei Jahre unverändert geblieben sind, werden die Tarife per Fahrplanwechsel vom 13. Dezember 2026 angepasst. Bereits im Frühling hatten die Branchenorganisation des öffentlichen Verkehrs (Alliance SwissPass) und der Tarifverbund Passepartout über die geplanten Tarifanpassungen informiert. Die Anpassung ist aufgrund gestiegener Kosten im öffentlichen Verkehr nötig. Nun hat der Tarifverbund Passepartout den definitiven Entscheid gefällt: Die Tarife im Passepartout-Gebiet werden durchschnittlich um 3.7 Prozent erhöht.
Die Tarifanpassungen fallen je nach Sortiment unterschiedlich aus: Einzelfahrausweise werden im Durchschnitt 3.1 Prozent teurer, während Kurzstreckenbillette zum reduzierten Preis unverändert bleiben. Abonnemente erhöhen sich mit 3.9 Prozent etwas stärker, weil die
Preisdegression auf längeren Strecken reduziert wird. Dadurch steigt der Preis künftig mit jeder zusätzlichen Zone gleichmässiger an.
In der durchschnittlichen Preiserhöhung von 3.7 Prozent ist auch die Abschaffung des Rabatts auf Mehrfahrtenkarten enthalten. Diese waren bisher bis zu 5 Prozent günstiger als sechs einzeln gekaufte Billette. Mit der Abschaffung passt Passepartout einerseits seine Tarifstruktur an den Nationalen Direkten Verkehr an, der bereits heute keinen Rabatt bei Mehrfahrtenkarten kennt. Andererseits entspricht er damit auch einer Vorgabe, dass regionale Vergünstigungen nur angeboten werden sollen, wenn sie auch national bestehen.
FlexiAbo und Sparbillette bleiben bestehen
Für Kundinnen und Kunden, die den öV nicht täglich nutzen, bietet Passepartout weiterhin vergünstigte Möglichkeiten an. Mit dem FlexiAbo sind Reisende an 100 frei wählbaren Tagen pro Jahr flexibel unterwegs. Das Angebot eignet sich insbesondere für Personen im Homeoffice, Teilzeitarbeitende oder Freizeitreisende. Seit der Einführung des Angebots im Dezember 2023 konnten schon mehr als 4’500 FlexiAbos verkauft werden. Ebenfalls bleiben die Sparbillette innerhalb des Tarifverbunds Passepartout bestehen. Die SBB baut das Angebot an Sparbilletten im Jahr 2027 zudem aus. Wer ausserhalb der Hauptverkehrszeiten reist und frühzeitig bucht, kann somit weiterhin von vergünstigten Angeboten profitieren. Passepartout führte 2021 als erster Tarifverbund der Schweiz Sparbillette ein. Seither wurden rund 250’000 Sparbillette verkauft.